Mittwoch, 2. Januar 2013 — Lichtblau an der Spitze
Von Fähnrich Rummelbuff am 11.01.2013 ins Tagebuch eingetragen — vielen herzlichen Dank!

Thomas Thelen Generalfeldmarschall der Ranzengarde / Ehrung für Vorgänger Gerster

Johannes Gerster, der bei seiner Ernennung zum Generalfeldmarschall der Mainzer Ranzengarde (MRG) am 6. Januar 2001 "viel versprochen und wesentlich mehr gehalten hat", wie Gardepräsident Lothar Both formulierte, ist nach eigenem Bekunden nunmehr "Generalfeldmarschall i.R., was bedeutet: in Reichweite". Beim Musikalischen Generalappell der 1837 gegründeten und damit ältesten Mainzer Fastnachtskorporation stand im Kurfürstlichen Schloss neben Gersters Verabschiedung und Ernennung zum "Ehrengeneralfeldmarschall" die Ernennung seines Nachfolgers Thomas Thelen im Mittelpunkt.
Festredner Bernd Mühl, Ehrenpräsident des MCC, würdigte Gersters "barocke, unerschrockene Streitlust" und seinen "Abrazo-Charme", aber auch "seine Gradlinigkeit und Verlässlichkeit". Both, selbst tags zuvor zum Stadtmarschall ernannt, wies vor zahlreichen geladenen profanen und närrischen Gästen auf die zahllosen Verdienste Gersters hin ("Er lag für den Gardebrunnen Modell") und wartete mit konkreten Zahlen auf: So habe sich die Mitgliedsstärke der Garde in der Ära Gerster um 200 erhöht, das Gardeheim sei renoviert, eine eigene Wagenhalle eingeweiht worden. Gerster selbst unterstrich, dass die Garde für alle Bevölkerungsschichten offen bleiben müsse, und gab seinem Nachfolger auf den Weg: "Nur mit Humor, Hintergründigkeit und Selbstironie wird die Fastnacht bestehen."
"Ich freue mich auf diese wunderschöne neue Aufgabe", erklärte Thomas Thelen, der ab sofort die Garde in lichtblauer Uniform in friderizianischem Stil ("Das kontaktfreudigste Kleidungsstück, was ich im Schrank habe") während der närrischen Tage befehligen wird. Sein neu geschaffener Marschallstab zeigt in Anspielung auf Thelens Profession einen Gardisten auf einem Ölfass. Dass sich der neue Generalfeldmarschall schon auf den Gardenachwuchs verlassen kann, bewies der neunjährige Kadett Lukas Naas im gereimten Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2012.

 

Den Text der Festrede von unserem Freund Bernd Mühl finden Sie hier: Festrede